Geschrieben von: Ilka Ohlmer   
Montag, den 23. Februar 2009 um 17:32 Uhr

Die Zeit, meine Stiefel und Ich

Der Wecker klingelt, ab unter die Dusche, anziehen, Haare föhnen und schnell noch eine Schale Müsli verputzt. So in etwa sieht jede meiner Morgenstunden vor der Arbeit bei Rubicon aus. Abwechslung bietet das Wetter, und dieses ist heute besonders schlecht. Überall auf dem Weg liegt nasser Schneematsch und hinzu kommt noch Nieselregen von oben.

SchuheHeute muss ich also mal das Fahrrad im Keller lassen und den Schirm aufspannen. Ich schließe meine Haustür und mache mich auf den Weg. Habe ich alles? Mal überlegen… und warum werden meine Füße so kalt? Also Laptop, das Ladekabel, Geld, Handy… sind meine Füße immer so kalt in diesen Stiefeln? Was muss ich heute alles im Büro erledigen? Als erstes, wie üblich, die E-Mails abrufen, an der Case Study arbeiten… Moment mal meine Füße sind nicht nur kalt, die sind klitschnass!! So ein Mist!

Vor mir liegen bestimmt noch 15 Minuten Fußmarsch! Also die Musik im iPod lauter und genervt die Straßen entlang. Kann denn hier niemand Schnee räumen? Verdammtes, blödes Wetter! Nachdem sich gefühlte 2 Liter Wasser je Stiefel angesammelt haben, erreiche ich endlich die BiTS.

Sich keine Zeit für den Schuhkauf genommen zu haben rächt sich heute. Zum Glück ist es warm als ich das Büro betrete. Sofort schmeiße ich meine Stiefel wütend in die Ecke. Meine Socken sind so nass ich kann sie auswringen. Der Teppichfußboden in unserer Etage der BiTS ist ein Segen und erlaubt es mir meinen Arbeitstag in Socken zu verbringen. Etwa sechs Stunden später, früher als sonst, denn sonst haben die Läden am Ende wieder geschlossen, verlasse ich zusammen mit Yasmin und zum letzten Mal mit meinen alten Stiefeln das Büro. Sie fährt mich mit dem Auto in die Stadt. Auf direktem Weg begebe ich mich in das Schuhgeschäft meines Vertrauens. 20% auf alle Winterstiefel! Perfekt! Schon nach 20 Minuten konnte ich mich für wunderschöne Lederstiefel entscheiden und lasse sie gleich an.

Gut gelaunt begebe ich mich auf den Weg nach Hause. Moment mal was war das im Schaufenster? Da muss ich gleich mal nachsehen, schließlich habe ich heute endlich mal wieder Zeit zum shoppen.

 
 

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